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Armin Kaster LebensBühnenBilder“Live your dreams”

Mein Lebenstraum soll an dieser Stelle sehr kurz, schlicht und sachlich umrissen werden:

Nach der Entscheidung, Lehrer zu werden und nach zahlreichen Reisen als Kind (7 – 15) mit unseren Eltern – meist per Zelt – ab 1956, stand für mich fest: Ich kenne Europa bereits ein wenig, aber es muss noch sehr viel mehr auf der „Welt“ zu entdecken sein!

Reisen und auch lesen haben meine Kindheit bestimmt. Folglich suchte ich zu Beginn des Studiums (1970, Geschichte/Politik/Englisch) Kontakt zu Menschen, die ein wenig in der Welt herumgekommen waren.

Besonders half mir ein Professor der Anglistik weiter, der mich ermunterte, neben Englisch auch Deutsch zu studieren, denn im Ausland könne man nicht nur als Englischlehrer problemlos überall Arbeit finden, sondern auch als Deutschlehrer! Auf diese Idee war ich nicht gekommen und nach einigen Gesprächen war klar: Ich studiere ab sofort Deutsch und Englisch, um wenigstens eine Fremdsprache zu beherrschen und meinen Lebenstraum zu erfüllen: Nicht nur als Tourist zu reisen, sondern auch in fernen Ländern der Welt zu arbeiten / zu bleiben / zu verweilen.

Lehrer für Deutsch und Englisch an Gymnasien in Norddeutschland, sechs Jahre Lehrer in Namibia und sieben Jahre Mitarbeiter eines Goethe–Instituts, das waren 13 Jahre Auslandserfahrungen und Stationen unseres Lebens, die ich nicht missen möchte.

Dieser Lebenstraum hat sich nicht nur für mich erfüllt, unsere gemeinsamen Pläne und Wünsche haben auch meine Frau und meine beiden Kinder für immer geprägt und bereichert und unser Leben wäre ohne unseren Traum, unsere Entscheidungen damals, ganz anders verlaufen.

* Der Text wurde auf Wunsch des Autors anonymisiert.

Es war der 19. Juni 1976 – ich war 8 Jahre alt, und gemeinsam mit meiner Oma saß ich stundenlang gebannt vor dem Fernseher. Gezeigt wurde die Hochzeit von Königin Silvia und König Carl Gustav von Schweden! Hach, was für eine Traumhochzeit (nun ja, auch die erste die ich sah :-) ). Monatelang spielte ich sie mit meinen Barbiepuppen nach und träumte davon, dass mich auch mal ein Prinz entdeckt und ich so ein “königliches Gefühl” erleben würde
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Als ich so im Kindergartenalter war, fragte ich mich, warum Autos so langweilige Farben hatten und so trist waren. Ich fragte mich, warum sie nicht farbenfroh und bunt sein konnten. Damals nahm ich mir fest vor, wenn ich erst mal erwachsen wäre und ein eigenes Auto haben würde, dann wollte ich es bunt anmalen.
Mein erstes Auto kaufte ich mir mit 18 Jahren. Es war ein VW-Käfer.
Ich habe mein Vorhaben nicht vergessen und dieses Auto wirklich mit viel Liebe bemalt, mit vielen Tieren der Arche-Noah rundherum. Ich wurde oft auf dieses auffällige Auto angesprochen und habe weitere Autos von Freunden bemalt. Später waren es aufwändige Airbrusharbeiten auf Fahrzeugen.
Heute fahre ich einen VW-Campingbus. Der sieht zwar ganz normal aus und ist nicht bemalt, dafür male und zeichne ich aber jeden Tag an meinem Ateliertisch, denn ich bin Illustratorin geworden und male Bilder für Kinderbücher, für Spiele, für Kalender und alles mögliche.

Armin Kaster LebensBühnenBilderAls Kind wollte ich Zoodirektorin werden, Malerin, Journalistin oder SOS-Kinderdorfmutter – wie ich diese Wünsche alle unter einen Hut gebracht habe? Durch die große Klammer, die mein Leben zusammenhält: die eine Seite der Klammer ist meine Familie als Kraft- und Ideenpool auch für mein ehrenamtliches Engagement für Kinder in Bosnien – und die andere Seite der Klammer ist das Schreiben.

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Armin Kaster LebensBühnenBilder“Berliner Jungs, die …”

Im Radio höre ich, dass der berühmte Berliner Knabenchor „Die Schöneberger Sängerknaben“ wohl aufgelöst wird, nachdem sein Gründer und Leiter Gerhard Hellwig im Januar 2011 gestorben war. Und ich vernehme in meiner Erinnerung eine glockenklare Knabenstimme, die …

Zum Abschluss der Grundschulzeit und Übergang in die Oberschule – das war im Jahre 1955 in Berlin-Charlottenburg – sollte zum Weihnachtsfest ein Singspiel in der großen Aula aufgeführt werden.

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Afrika (Priska S.)

Armin Kaster LebensBühnenBilderIch weiß nicht was zuerst da war, meine Liebe zu Afrika und dann die Negerpuppe von den Eltern, oder zuerst die Puppe und dann die Liebe zu Afrika. Ich glaube, dass es die zweite Version war , die in mir die Zuneigung zu dem schwarzen Kontinent geweckt und nie mehr losgelassen hat. Als Nachkriegskind wusste ich nicht viel vom Kontinent der wilden Tiere und schwarzen Menschen. Aus Bilderbüchern habe ich Löwen und Giraffen abgemalt und später in der Schule Geschichten dazu geschrieben. Alles hat mich sehr fasziniert, ich wollte mehr wissen. Vom kargen Taschengeld kaufte ich mir Bücher über Afrika und verschlang sie. Letztendlich aber hat eine Biographie von Albert Schweizer tiefe Spuren in mir hinterlassen und Weichen gestellt. Jetzt war klar: ich werde Krankenschwester und ich werde auf einer Missionsstation in Afrika arbeiten.

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Armin Kaster LebensBühnenBilderMein Vater erzählte mir, dass ich als Vierjährige lautstark verkündet habe: “Wenn ich groß bin, reise ich nach Samarkand.” Woher ich den Namen kannte, wussten weder er noch icht. In meiner Kinderzeit in den zwanziger Jahren waren solche Fernreisen nicht üblich. Es war also wohl der wunderbare Klang dieses Namens, der mich so begeisterte.

57 Jahre später erwachte ich nach einer scheußlichen Nachtfahrt, weil mir die Morgensonne ins Gesicht schien. Ich sprang aus dem Bett und auf den Balkon – und da lag sie vor mir in der Morgensonne, in all ihrer Herrlichkeit mit den Kuppeln und Minaretten: meine Traumstadt Samarkand!

Filme machen (Melanie)

Armin Kaster LebensBühnenBilderWenn man mit 16, vielleicht war ich auch erst 15, einen Entschluss fasst, ist das dann noch ein „Kindheits“traum? Ich würde sagen, dass man in dem Alter noch Kind ist, auch wenn man es sich überhaupt nicht eingestehen will, wenn man gerade so alt ist.

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Armin Kaster LebensBühnenBilderIch heiße Klara und bin heute 59 Jahre alt.

Als ältestes von fünf Kindern wuchs ich in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Unsere Familienverhältnisse waren,
was man heute als “bildungsfern”, um nicht zu sagen “asozial” bezeichnen würde.

Schon als kleines Mädchen hatte ich das Gefühl in die falsche Familie hinein geboren worden zu sein.
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Armin Kaster LebensBühnenBilderAus meinen Kindheitsträumen ist meine Lebensweise geworden – ich bin sie geworden. Ich will versuchen, den Weg zu schildern.

Einen guten Teil meiner Kindheit im Allgäu verbrachte ich in der Pfarrkirche unseres Dorfes. Nicht nur zur Sonntagsmesse, auch wochentags. Unsere Lehrerin, eine Klosterschwester, fragte jeden Morgen, wer von uns heute in der Messe war. Ein gehobener Zeigefinger hatte positive Folgen.

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